28.8. - Fahrt nach Merida - Hauptstadt von Yucatan

Gestern Abend hab ich schon vor 10 die Augen zu gemacht und bis nach 7 echt überragend gut geschlafen. Muss ich mich mal selber loben! Ich blieb noch etwas liegen, bevor ich mich fertig machte und zusammenpackte. Um acht legte ich meinen Schlüssel unten ab - es war noch niemand zu sehen - und zum Frühstück zu Luan rüber ging. Der machte gerade auf und servierte mir wieder leckeren Cappuccino und Granola mit Obst. Danach lief ich ein paar Meter weiter zum Busbahnhof und fuhr von dort zum Terminal von ADO. Ich hatte tatsächlich keine Alternative zum Bus gefunden, aber immerhin eine zum Kühlschrank ADO, denn es gab auch Stinkebus OCC. Den hab ich dann gewählt und damit fuhr ich im wahrsten Sinne des Wortes gut! Es stank nicht nach Klo (gar nicht) und es war nicht kalt! Ich hab zwar die langen Hosenbeine angezogen, aber nicht mal einen Pulli gebraucht! Erstaunlich, es geht doch! 
Der Bus fuhr mit etwas Verspätung gegen dreiviertel 10 ab, es lief wie immer ein Film und ich übertönte ihn mit dem neuesten Luftpost-Podcast (btw, wer meinen Podcast noch nicht kennt, kuckt doch mal auf Spotify, Luftpost Podcast, einer der neuesten ist mit mir über die Antarktis!). Kurz vor Merida wurden wir von einer Polizeikontrolle rausgezogen und mussten (erstmals) die Pässe vorzeigen. Die Polizistin war sehr freundlich und meinte, es gäbe hier immer wieder Kontrollen, ich solle also Pass oder ein Foto auf dem Handy dabei haben. Hab ich ja! Dann dauerte es aber etwas, weil ein paar sich wohl nicht ausweisen konnten, da wurde dann ganz detailliert nachgefragt, woher sie stammen, wie die Nachbardörfer heißen, ... Zwei mussten aussteigen, der Rest bestand wohl die Prüfung und kam zurück. 
Gegen dreiviertel 1 kamen wir in Merida an, praktischerweise nur zwei Blocks von meinem Hostel entfernt, das liegt strategisch günstig zwischen Bus und Zentrum. Und das, wo es hier endlich wieder Uber gibt. Ich lief zum Hostel, der Casa Garza und war schlichtweg überwältigt. Ein unglaublich tolles Hostel hab ich mir hier ausgesucht, auch für gerade mal 10€ die Nacht. Ein tolles altes Gebäude mit Einrichtung von der Oma aus England, tollen hohen Decken und sogar einem kleinen Pool. Einziges Manko: Mein Bett ist das unter der AC... (aber die drei Mädels aus meinem fahren morgen, dann werde ich bestimmt ein Bett nach unten ziehen können)


Ich bezog mein Zimmer, zog mich um und bekam von Caro (kein Witz) an der Rezeption gute Tipps für die Stadt und die Umgebung. Ach ja, das hier ist übrigens das Haustier:


Ausgestattet mit vielen guten Tipps machte ich mich auf den Weg in die Stadt. Inzwischen war es halb drei und mein erstes großes Ziel hieß Futtersuche. Ich fand ein Restaurant auf einem schönen schattigen Platz, wo ich Cappuccino und Thunfischsandwich orderte. 


Gestärkt lief ich ein wenig durch die Gegend, Merida ist echt eine schöne Stadt, aber auch ganz schön überlaufen! 



Hier sind die Coronaregeln wieder ganz anders. Fast jeder trägt Maske - ich nicht, sorry, bei 30° ist das Ding in zwei Minuten so durchfeuchtet, dass ich nicht mehr atmen kann - dafür sind der Zocalo und die meisten Museen geöffnet. Auf dem Zocalo gibts spezielle Regeln, wer zusammen auf einer Bank sitzen darf, ob sich einer dran hält...



Ich drehte meine Runde und machte mich dann auf die Suche nach Combis (wie die Colectivos hier heißen) nach Valladolit, sieht aber wieder schlecht aus. Und der einzige Bus ist wohl ADO 🙄🥶 Naja, sind nur gut zwei Stunden... Ich lief zurück zum Hostel, um dort eine kleine Abkühlung zu bekommen. Und der Pool enttäuschte mich nicht, das Wasser war tatsächlich sehr erfrischend! Danach chillte ich noch in einer der Hängematten, sollte die AC heute Nacht zu sehr pusten, kann ich ausziehen. 


Gegen sechs ging ich nochmal los zum Abendessen, auf Empfehlung des Hostels wählte ich ein Restaurant und aß dort Pan de Cazon. Geschichtete Tortillas mit Katzenhai, Bohnen und Tomatensoße. Gar nicht schlecht. 


Nach dem Essen hatte ich noch ein ganz spezielles Ziel, das ich am Nachmittag durch Zufall entdeckt hatte:


Und ich wurde nicht enttäuscht:


Der Spaß kostete mich mit Trinkgeld ca. 7€, aber man gönnt sich ja sonst nix! Und es schmeckt halt einfach besser! Leider gabs kein Maisel, aber echt viele andere Sorten, auch Radler und Diesel standen (ohne Erklärung) auf der Karte. Und der Kellner wusste, wie man es einschenkt, auch wenn ich, ehrlich gesagt, jeden Moment bereit zum Eingreifen war 😂
Bin tatsächlich am Überlegen, morgen deutsch essen zu gehen, was die aus der Küche rausgetragen haben, sah schon vielversprechend aus. Ok, Haxe, Frankfurter, Nürnberger und Weißwurst brauche ich jetzt nicht, aber da standen auch Käseplatte, Brezel, Käsespätzle und Apfelstrudel auf der Karte. Mal kucken...
Gegen acht lief ich zurück ins Hostel und lernte meine drei französischen Mitschläferinnen kennen. Sie meinten, sie hatten die AC die letzte Nacht auf 26°, damit kann ich wohl leben. Dann machten sie sich bereit für eine private Party (hier ist offiziell um halb 12 Sperrstunde) und luden mich und eine nette Hostelmitarbeiterin noch auf einen Gin-Sprite ein (Tonic hatten sie nicht gefunden, kann man auch trinken). Wir saßen alle noch in der Küche, ganz gemütlich. Die zwei Schweizer Mädels aus Palenque standen plötzlich auch noch vor mir. Außerdem noch weitere Deutsche und Schweizer... Nix neues. 
Jetzt ist es halb 11, ich werde dann mal in den Dorm gehen, duschen und dann ins Bett.

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