6.8. - Pyramiden in Teotihuacan - Treppenstufen als Kulturgut 😅
Von wegen! Da war nix mehr mit wecken, nicht einmal die Aussicht auf ein Bier auf der tollen Dachterrasse zog... Ich blieb dann auch mit dem Kindle im Bett, las noch etwa bis zehn und machte dann die Augen zu. Ich schlief richtig gut und fast bis 7. Katty war schon wach. Wir gammelten kurz noch rum und machten uns dann so langsam startklar. Gegen 8 waren wir auf dem Weg. Zunächst ging es mit der Metro zum Terminal Norte, wo wir - dank exakter Beschreibung aus dem LP und einem Blog direkt den richtigen Ticketschalter fanden. Wir hatten noch eine halbe Stunde Zeit, perfekt, denn es stand noch ein Cappuccino auf dem Programm. Um 9 fuhr der Bus, mit einigen Stopps und musikalischer Live-Untermalung fuhren wir ca. 50km nördlich aus der Stadt raus, auch wenn man nicht so sicher sein kann, wo die überhaupt endet. Ziel waren die Pyramiden von Teotihuacan. Das sind wohl mit die bedeutendsten des ganzen mesoamerikanischen Raumes, die Pyramide del Sol zudem die drittgrößte der Welt.
Wir kauften unsere Tickets und rein ging es. Die Maskenpflicht konnte wieder einmal etwas flexibel ausgelegt werden, immerhin hatten wir ja eine mit! Zunächst suchten wir uns ein schönes Plätzchen für ein Frühstück, die Vorräte von gestern wollten vernichtet werden.
Katty nutzte den Platz dann auch gleich noch für ein erstes Bild.
Gegen eins waren wir durch das gesamte Gelände durch und gingen hinter der Sonnenpyramide raus, denn wir hatten schon wieder eine Essensempfehlung, die v.a. auf ihre Location setzt. La Gruta, DAS Restaurant in Teotihuacan. Und wir wurden nicht enttäuscht, schon der erste Blick war der Hammer.
Nachdem alle Sicherheitsbestimmungen erfüllt waren, wurden wir zu unserem Platz gebracht und durften die Speisekarte scannen. Das ist hier fast schon Standard, überall gibt es die Speisekarten als QR-Code zum Scannen. Ohne Handy kriegt man nix zu essen!
Wir entschieden uns für etwas ganz traditionelles, Mixiote, Katty mit Huhn, ich vegetarisch. Das wird in einem Tontopf unter der Erde gegart, wie genau, weiß ich leider auch nicht. Auf jeden Fall war es sehr lecker und schmeckte wieder mal so völlig anders als beim Mexikaner in Deutschland.
Nach dem Essen folgte noch eine besondere Tradition, die auf einer Legende basiert. Ich hab die Details schon wieder vergessen, aber jeder Gast bzw. Gruppe bekommt eine Kerze, muss eine Treppe hochsteigen und die Kerze dort dann postieren. Irgendwie lässt man damit alles negative zurück oder so... Definitiv unser teuerstes Essen bisher, knapp 30€ für uns beide 😎
Kurz nach halb 3 waren wir wieder draußen und schafften also gerade noch den Rückweg an den Pyramiden vorbei statt dem Umweg außenrum. Da wurden wir mit einem letzten schönen Blick und blauem Himmel belohnt. Übrigens hatten wir wieder ziemlich Glück, es hatte immer mal wieder gedonnert und sah auch ziemlich grau aus, aber wir blieben trocken bis wir im Hostel waren.
Kurz vor drei standen wir an der Bushaltestelle und nur Minuten später stand auch der Bus da, der uns zurückbrachte. Nach kurzer Zeit hatte ich die nötige Bettschwere und hätte direkt einen Powernap machen können. Klar, dass jetzt wieder die Musiker einstiegen. Auch klar, dass sich der Panflötentyp direkt neben meinem Ohr aufstellte. Ich stellte mich tot, mit Maske, Sonnenbrille und Kapuze geht das ganz gut, Katty musste mich gleich malen 😂
Eine Stunde später - ich hatte dann doch noch schlafen können - waren wir zurück in der Stadt und fuhren mit der Metro zum Hostel. Dort angekommen gammelten wir erst noch etwas im Zimmer, dann auf der Dachterrasse, wo dann auch der lang erwartete Regen begann.
Gegen sechs gingen wir dann nochmal nach unten ins Vegamo (104 Stufen, um genau zu sein). Übermäßig großen Hunger hatten wir nicht, für einen Teller Pommes und einen veganen "Bacon-Cheese"-Bagel reichte es. Was auch immer es war, es war lecker! Dazu noch eine Ladung flüssiger Vitamine. Und einen Brownie...
Nach dem Essen ging es die 104 Stufen wieder hoch und nacheinander in die Dusche. Irgendwie verliere ich immer beim Warmwasser-Roulette... 🥶
Jetzt ist es neun, wir haben es tatsächlich beide einen Stock nach unten ins Wohnzimmer geschafft, wo wir ein Bier trinken, ich blogge und Katty die Bilder von vorhin mit ihrem Farbkasten ausmalt. Außerdem haben wir ganz grob den Tag morgen geplant, Busse recherchiert und ein Hostel für unser nächstes Ziel gebucht. Vielmehr wird dann heute auch nicht mehr passieren. Gute Nacht!



Kommentare
Kommentar veröffentlichen